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Kaiserin Sissi - Tomatensamen
Kaiserin Sissi - Tomatensamen

Kaiserin Sissi - Tomatensamen

€1,45
Inklusive Steuern.

Entdecken Sie die majestätische „Kaiserin Sissi“:

Die „Kaiserin Sissi“ ist eine historische, samenfeste Fleischtomate mit einer besonderen Geschichte. Überliefert ist, dass die Sorte bereits vor 1945 im Sudetenland der damaligen Tschechoslowakei angebaut und nach dem Zweiten Weltkrieg von Vertriebenen mit nach Bayern genommen wurde, wo sie weiterkultiviert und erhalten blieb. Ihren klangvollen Namen soll sie ihrer außergewöhnlich schönen Erscheinung verdanken. Die großen, orangegelben Früchte sind plattrund, leicht gerippt und ausgesprochen gleichmäßig geformt. Unter der dünnen Schale verbirgt sich ein saftiges, vielkammeriges und zartes Fruchtfleisch, das dennoch eine angenehm schnittfeste Konsistenz besitzt. Geschmacklich präsentiert sich Kaiserin Sissi fruchtig und mild mit einer harmonischen Balance aus Süße und feiner Säure. Zusammen mit ihrem hohen Ertrag und dem vergleichsweise kompakten, robusten Wuchs macht dies die Sorte zu einer außergewöhnlichen historischen Fleischtomate.

Eigenschaften der Kaiserin Sissi:

Fruchtgröße: Große Fleischtomate, meist etwa 400–480 g.
Geschmack: Fruchtig, mild und harmonisch mit ausgewogenem Verhältnis von Süße und Säure.
Farbe: Leuchtend orangegelb bis kräftig orange.
Fruchtform: Plattrund, leicht gerippt und vielkammerig; dünnschalig, saftig und dennoch schnittfest.

Anzuchtsempfehlungen: Im Frühjahr etwa 6–8 Wochen vor dem letzten Frost aussäen. Die Samen leicht mit Erde bedecken und bei etwa 20–24 °C gleichmäßig feucht halten. Nach dem Auflaufen benötigen die Jungpflanzen einen sehr hellen Standort und können nach Ausbildung der ersten echten Laubblätter pikiert werden. Nach den letzten Frösten und einer ausreichenden Abhärtungsphase ins Gewächshaus oder an einen sonnigen, warmen und möglichst regengeschützten Platz im Freiland pflanzen. Kaiserin Sissi wächst als Stabtomate und erreicht je nach Standort und Kulturbedingungen etwa 1,3–1,5 m Höhe. Eine stabile Rankhilfe ist besonders aufgrund der schweren Früchte empfehlenswert. Die Pflanzen lassen sich gut ein- bis zweitriebig ziehen und regelmäßig ausgeizen. Bei großfrüchtigen Fleischtomaten ist eine gleichmäßige Wasserversorgung besonders wichtig, um Stress und das Aufplatzen der Früchte möglichst zu vermeiden. Die Sorte gilt als robust und sehr ertragreich; unter günstigen Bedingungen kann die Ernte bereits vergleichsweise früh in der Saison beginnen.

Warum Saatguterhalt wichtig ist: Kaiserin Sissi ist ein besonders schönes Beispiel dafür, wie Sorten durch private Weitergabe und generationenlange Kultur erhalten werden können. Gerade historische Sorten, deren Geschichte eng mit bestimmten Regionen und Familien verbunden ist, können schnell verschwinden, wenn ihr Saatgut nicht weitergegeben wird. Mit ihren großen orangegelben Früchten, dem mild-fruchtigen Geschmack und ihrem robusten Wuchs bewahrt Kaiserin Sissi Eigenschaften, die sich deutlich von vielen modernen Standardsorten unterscheiden. Da die Sorte offen bestäubt und samenfest erhalten wird, kann aus typgerechten Früchten eigenes Saatgut gewonnen werden. Dafür sollten nur gesunde Pflanzen mit den charakteristischen großen, orangegelben und leicht gerippten Früchten ausgewählt werden. Tomaten sind überwiegend Selbstbestäuber, dennoch können gelegentliche Kreuzungen durch Insekten auftreten. Für besonders sortenreines Saatgut können ausgewählte Blütenstände isoliert werden. Samen aus vollständig reifen Früchten entnehmen, 2–3 Tage fermentieren, gründlich spülen, vollständig trocknen und anschließend trocken, dunkel sowie kühl lagern.

Eine Packung enthält 10 Samen.

Leider hat die EU hat das Sortenzulassungsverfahren so stark verschärft, dass wirtschaftlich uninteressante Sorten sowie solche, die nicht der weit verbreiteten "Einheitstomate" entsprechen, ausgesondert wurden. Dadurch haben viele alte Sorten ihre offizielle Sortenzulassung verloren. Wir möchten darauf hinweisen, dass die angebotenen Sorten ausdrücklich als Sammelobjekte oder Zierpflanzen verkauft werden, da sie nicht mehr für den kommerziellen Anbau zugelassen sind, obwohl sie kulinarisch wertvoll sind. Bedauerlicherweise dürfen sie nicht mehr zu Genusszwecken verwendet werden.