Entdecken Sie die außergewöhnliche „Purple Dragon“:
Die „Purple Dragon“ ist eine faszinierende, samenfeste Stabtomate aus den USA, die aus einem Züchtungsprojekt rund um gestreifte Tomaten mit ausgeprägter Anthocyanfärbung hervorgegangen ist. Ihren Namen trägt sie völlig zu Recht: Die leicht ovalen bis länglichen Früchte entwickeln ein spektakuläres Farbspiel aus Rot, Orange, Violett und beinahe Schwarz. Besonders die sonnenbeschienenen Stellen färben sich durch die Bildung von Anthocyanen intensiv blau-violett bis dunkelviolett, während darunter rötliche und teilweise gestreifte Farbtöne sichtbar bleiben. So gleicht kaum eine Frucht exakt der anderen. Die kräftigen Pflanzen wachsen indeterminiert, können etwa zwei Meter Höhe erreichen und liefern über einen langen Zeitraum immer neue Früchte. Geschmacklich überzeugt Purple Dragon mit einem aromatischen, würzig-fruchtigen Profil, angenehmer Süße und einer ausgewogenen Säure – eine Sorte, die nicht nur optisch aus der klassischen Tomatenwelt heraussticht.
Eigenschaften der Purple Dragon:
Fruchtgröße: Klein bis mittelgroß, meist ca. 30–60 g; oval bis leicht länglich, teilweise mit kleiner Spitze.
Geschmack: Aromatisch, süßlich und würzig-fruchtig mit ausgewogener, angenehmer Säure.
Farbe: Rot bis orange-rot mit violett-blauen bis nahezu schwarzen Schultern und dunkler Streifung; die Ausprägung der Anthocyanfärbung nimmt bei stärkerer Sonneneinstrahlung zu.
Anzuchtsempfehlungen: Im Frühjahr etwa 6–8 Wochen vor dem letzten Frost aussäen. Die Samen nur leicht mit Erde bedecken und warm sowie gleichmäßig feucht halten. Nach dem Auflaufen sehr hell kultivieren und die Jungpflanzen nach Bildung der ersten echten Laubblätter pikieren. Nach den letzten Frösten und einer ausreichenden Abhärtungsphase ins Freiland, Gewächshaus oder in einen großen Kübel pflanzen. Purple Dragon wächst kräftig und indeterminiert und kann etwa 1,8–2 m Höhe erreichen. Eine stabile Rankhilfe ist daher empfehlenswert. Aufgrund ihrer starken Neigung zur Bildung von Seitentrieben lässt sie sich gut ein- bis dreitriebig kultivieren; überschüssige Geiztriebe können regelmäßig entfernt werden. Ein möglichst sonniger Standort unterstützt nicht nur Aroma und Reife, sondern sorgt auch für eine besonders intensive violett-schwarze Anthocyanfärbung der Früchte. Gleichmäßig wässern und ausgewogen düngen, Staunässe jedoch vermeiden.
Warum Saatguterhalt wichtig ist: Purple Dragon zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig Tomaten jenseits klassischer roter Sorten sein können. Besonders ihre ungewöhnliche Anthocyanfärbung, das lebhafte Streifenmuster und ihr kräftiger Wuchs machen sie zu einer wertvollen Sorte innerhalb der samenfesten Tomatenvielfalt. Der Erhalt und die Weitervermehrung solcher Sorten trägt dazu bei, besondere genetische und optische Merkmale sowie unterschiedliche Geschmacksprofile langfristig zu bewahren. Für sortenreines Saatgut sollten nur gesunde und sortentypische Pflanzen ausgewählt werden. Tomaten sind überwiegend Selbstbestäuber, dennoch können durch Insekten gelegentlich Kreuzungen entstehen. Wer mehrere Sorten gleichzeitig anbaut, kann ausgewählte Blütenstände zur Saatgutgewinnung isolieren. Samen aus vollständig ausgereiften Früchten entnehmen, 2–3 Tage fermentieren, anschließend gründlich spülen, vollständig trocknen und trocken, dunkel sowie kühl lagern.
Eine Packung enthält 10 Samen.
Hinweis zur Sortenvielfalt und zum Saatgut:
Viele seltene, historische und außergewöhnliche Tomatensorten werden heute vor allem durch engagierte Gärtnerinnen und Gärtner sowie Saatguterhalter bewahrt und weitervermehrt. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der genetischen Vielfalt unserer Kulturpflanzen.
Für das gewerbliche Inverkehrbringen von Saatgut gelten in Deutschland und der Europäischen Union besondere gesetzliche Anforderungen, unter anderem hinsichtlich Sortenzulassung bzw. Eintragung, Saatgutqualität, Verpackung und Kennzeichnung. Für bestimmte Erhaltungs- und Liebhabersorten bestehen besondere Regelungen und Ausnahmen.
Die hier aufgeführten Angaben beschreiben die bekannten sortentypischen Eigenschaften und dienen der Information über die jeweilige Sorte. Sie stellen keine Aussage über eine amtliche Sortenzulassung oder Registrierung dar.